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Neues Video online // Mindful Innovation | Talk: Verbundenheit. Zwischenmenschliche Verbindungen im Digitalen.

Added on by Sven Mahr | Zen Coaching.

Aktuell machen viele Menschen, die Erfahrung, dass die vielen Online-Meetings, die zusätzliche Screentime sehr erschöpfend sein kann. Das stellt einen zusätzlichen Stressfaktor dar, denn trotz der ganzen tollen Technik und connectivity, sind wir auf komische und ironische Weise "verbunden-doch-nicht verbunden". Online-Sessions, egal ob einzeln oder via Gruppen-Videochat mit mehreren Teilnehmern fordern unsere physischen und mentalen Fähigkeiten auf ganz andere Art, als es Präsenz-Meetings machen, wenn wir uns im gleichen Raum am gleichen Ort befinden. Auch hier spielt Achtsamkeit eine Schlüsselrolle, damit wir uns selbst in Körper und Geist, als auch andere auch digital volllkommen wahrnehmen zu können.

Mut zur Pause - Wenn wir ganz still sind.

Added on by Sven Mahr | Zen Coaching.

P a u s e .

Ein zentraler und so wichtiger Teil unseres Lebens, der mehr und mehr verdrängt wird von oft unnützem, oberflächlichem, lustlosem und lieblosem "Lärm" – in Gedanken, Wörtern, Handlungen und Begegnungen.

Wenn die Stille keine Wertschätzung mehr erfährt, sondern kollektiv Angst macht, und daher zwanghaft mit Lärm verdrängt werden muss, verliert der Mensch seine Tiefe, verliert sich sein Dasein in Oberflächlichkeit, Belanglosigkeit und zahnloser stumpfer Erklärbarkeit.

Ohne diese Tiefe zu fühlen, kennt der Mensch auch keine Weite und ohne diese Weite und diese Tiefe kennt sein Herz, sein Bewusstsein, keine wahre Liebe. Diese Liebe ist bedingungslos, immerda, unbedingt, ohne ein Zweites, ewig und niemals alternd, wie der Raum selbst.

Wenn man lange genug in der Stille verweilt und tief in sie hineinlauscht, so sehr, dass man sich selbst in der Stille total vergisst, dann wird diese Liebe sehr laut. So laut, dass selbst der Taube sie hören kann.

Wenn wir ganz still sind.

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Energie statt Stress // Gesundheitsttag in Jena @T-Systems MMS GmbH

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Vor Kurzem war ich eingeladen, die Mitarbeiter von T-Systems Multimedia Solutions GmbH am Standort in Jena zum Thema "Energie statt Stress" zu coachen. Dabei habe ich diesmal u.a.  auf aktuelle medizinische Studien und wissenschaftliche Belege aus der Neurowissenschaft verwiesen, die im Wesentlichen 2. Punkte belegen:

1. Chronischer Stress führt zu Veränderungen im Gehirn

  • Chronischer Stress verändert die Körperchemie (Hormone)
  • ein erhöhter Hormonausstoss von Cortisol / Adrenalin /Noradrenalin (INN) erzeugt erhöhten Puls und Blutdruck

Kurzzeitig ist so ein Anstieg der Hormonausshüttung nicht schädigend und auch sinnvoll (Energieschub z.B. beim Sport, mentale Anstrengung oder in Gefahrensituationen) doch dauerhaft (ohne Ausgleich und Absenkung auf den Normallevel) führt es zu Veränderungen der Struktur der Blutgefäße (Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt steigt) und zu einer Veränderung in der Gehirnstruktur– und hat damit Einfluss auf die kognitive Leistungsfähigkeit.

2. Regelmäßige Meditation hilft beim Stressabbau und fördert die Resilienz

Folgendes lässt sich heute über die Wirkung von regelmäßig angewandter Meditation anhand neurowissenschaftlichen Studien aussagen:

Verbessert die Plastizität des Gehirns

  • erhöhte Anzahl an Neuronen im Hippocampus (zuständig für Lernen und Erinnerung)
  • erhöhte Anzahl an Neuronen im rechten Frontallappen (Konzentration)
  • erhöhte Anzahl an Neuronen in Bereichen zuständig für Empathie, Berührung und Wahrnehmung von Klang
  • verringerte Größe der Amygdala (zuständig für Stress/Angst)

Wachstum des Gehirns (Graue Masse)

  • das bedeutet z.B. das Meditation dem natürlichen Degenerationsprozess des Gehirns entgegenwirken kann und damit z.B. Alzheimer vorbeugen kann
  • die gewachsenen Teile des Gehirns werden mit der erhöhten Fähigkeit zu Aufmerksamkeit, und Reizverarbeitung in Verbindung gebracht

Verbessertes Schlafverhalten

  • erfahrene Meditationsübende brauchen weniger Schlaf, ohne Energieverlust oder Aufmerksamkeitsdefizit zu erleiden
  • Meditation wurde nachweislich als effektives Mittel zur Behandlung von Schlaflosigkeit genannt

Senkung des Blutdrucks

  • die American Heart Association stellte schon 2013 fest, dass Meditation den Blutdruck senkt

Gehirn - ENS Verbindung

  • das Gehirn kommuniziert mit dem Enterischen Nervensystem (ENS) / Gehirn-Bauch-Verbindung
  • wenn Stress vom Gehirn an das ENS übertragen wird, wirkt sich das z.B. negativ auf Verdauung und Stoffwechsel

Anhand von alltäglichen Beispielen und eigenen Erfahrungen, habe ich den Teilnehmern gezeigt, wie sich Stress dauerhaft in unserem Leben festsetzt und was man dagegen unternehmen kann.

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter ebenfalls im korrekten, aktiven Umgang mit Stress schulen wollen, dann freue ich mich über Ihre Anfrage.

Im Koreanischen Zen als "Soen Yu" bekannte Atemübungen helfen Körper und Geist in Einklang zu bringen und haben eine beruhigende und stärkende Wirkung auf das Nervensystem. Eineachtsame und tiefe Atmung in den Unterbauch ist dabei zentral und kann e…

Im Koreanischen Zen als "Soen Yu" bekannte Atemübungen helfen Körper und Geist in Einklang zu bringen und haben eine beruhigende und stärkende Wirkung auf das Nervensystem. Eineachtsame und tiefe Atmung in den Unterbauch ist dabei zentral und kann einmal erlernt, ideal in allen Alltagssituationen angewendet werden.

Diese Atem Übungen habe ich hier in Teil 1 und Teil 2 im Detail erläutert.


Wen es interessiert, der kann sich gern auf diesen Seiten detailiert über die Forschungsergebnisse informieren:

Studie 1: http://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/2278533717692906
Studie 2: http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14623730.2017.131676


Zen Coaching @ Digital Life Camp 2014 // T-Systems MMS GmbH in Dresden

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Im Januar diesen Jahres startete für mich ein wöchentliches Zen Coaching Programm bei der Firma T-Systems Multi Media Solutions GmbH. Dem ging das überraschende und großartige Feedback auf die Initiativ-Talks/Sessions voraus, zu denen ich letztes Jahr im September im Rahmen des Digital Life Camp 2014 (einer firmeninternen Mit-Mach-Messe) eingeladen worden war. Ca. 200 Mitarbeiter und Besucher des Camps kamen damals in die beiden Zen Sessions, in denen ich die Teilnehmer in die Zen Meditation eingeführt und zum Thema "Zennovation: Zen & Innovation" gesprochen hatte.

Zur allgemeinen Überraschung war das Feedback dabei so groß, das am Ende des Tages aus allen Workshops und Sessions, die Zen Sessions mit dem "Best Session Award - Digital Life Camp 2014" ausgezeichnet wurde. Das hat deutlich gezeigt, wie groß das Interesse und auch das Bedürfnis ist, einen Weg zu finden, den wachsenden Herausforderungen im digital vernetzten Arbeits- und Privatleben mit Klarheit und Achtsamkeit zu begegnen, bevor zu viel Stress zur Schädigung der Gesundheit und des natürlichen Wohlbefindens führen.

Seit Januar hatte ich nun die Gelegenheit jede Woche ca. 20 interessierte Mitarbeiter in offen Sessions coachen zu dürfen. Es hat unglaublich viel Spaß und Freude gemacht und ich bedanke mich für die Offenheit, das Vertrauen und die Neugier, die mir die Teilnehmer dabei entgegengebracht haben. Das viele positive Feedback bestärkt mich in meinem Bemühen, die Praxis der Achtsamkeit und Meditation auch mehr in Unternehmen zu vermitteln.

Ich freue mich, dass die T-Systems den Mut hat, diesen innovativen Schritt zu gehen und Ihre Mitarbeiter unterstützt, in dem es solche Programme anbietet. Nach einer kurzen Pause, in der ich für einige Wochen im Ausland bin, werden wir das Programm in Dresden fortsetzen.

Ich freue mich darauf!

Gewinner des Best Session Award - Digital Life Camp 2014

Coaching

Wie kann Zen Coaching hilfreich für mein Leben sein?

Added on by Sven Mahr | Zen Coaching.

Nachdem ich kürzlich in einem Gespräch diese Frage erneut beantwortete, habe ich mir mal die Zeit genommen, meine Gedanken dazu in frischer Form schriftlich zu fixieren:

WIE KANN ZEN COACHING HILFREICH FÜR MEIN LEBEN SEIN? 

Zen zu praktizieren, bedeutet klar, achtsam und wach für sich und andere zu werden. In unserem oft hektischen Alltagsleben ist es nicht immer leicht, klar und präsent im gegenwärtigen Moment zu sein. Wir schweifen ab, verlieren uns in Gedanken, Planungen, Tagträumen oder Sorgen - und verlieren so den innigen Kontakt zu dem, was sich uns direkt vor unserer Nase offen und weit darbietet – dieser Moment. 

Die zahlreichen Erfahrungen im Üben von Achtsamkeit, die ich durch meine fast 10-jährige Zen-und Yoga Praxis machen konnte, haben mich gelehrt, dass es sich lohnt, immer wieder zu versuchen, dem Leben mit maximaler Offenheit, Neugier und Flexibilität zu begegnen. Alles ändert sich ständig. Nichts bleibt wie es ist - und das macht vielen Menschen oft "Kopfschmerzen".

Wir wollen schöne Erfahrungen festhalten, wir wollen mehr davon haben und leiden darunter, wenn diese schönen Erfahrungen vergehen oder wir nicht bekommen, was wir wollen. Unangenehme Erfahrungen wollen wir um jeden Preis vermeiden, und leiden darunter, wenn es uns nicht gelingt. So ticken wir nun einmal. Vielleicht mögen wir diese Wahrheit nicht gern hören, weil unkomfortabel erscheint und uns das Gefühl von planbarer Sicherheit und Geborgenheit nimmt, dass wir so gern haben. Aber dieses Gefühl ist nichts als ein träumerisches Trugbild. Die Realität sind anders aus.

BETRACHTE DAS LEBEN ALS HERAUSFORDERUNG ZU WACHSEN.

Die Wahrheit, dass nichts bleibt wie es ist, fordert uns heraus. Wir müssen lernen flexibel auf das Leben zu reagieren. Das erfordert Mut, Stärke und Vertrauen. Eigenschaften, die eigentlich jeder Mensch hat, und doch trauen sich nur wenige Menschen das Leben voll und ganz zu leben, und die Dinge so anzunehmen wie sie kommen. Woran liegt das? Vermutlich weil die wenigsten Menschen sich selber wirklich kennen, und sich vielleicht auch nicht die Mühe machen wollen, herauszufinden, wer sie wirklich sind und was es bedeutet am Leben zu sein. Und so bleiben viele Menschen für die meiste Zeit Ihres Lebens in einer Blase und richten es sich gemütlich darin ein. Das mag für eine Weile kuschelig sein und ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln, doch auf lange Sicht, finden schmerzhafte oder leidvolle Erfahrungen auch ihren Weg in diese Blase. Und dann muss man damit umgehen. Aber wie, wenn man es nicht gelernt hat?

Fakt ist, wir können nichts festhalten, ob wir wollen oder nicht. Alles was erscheint, wird auch wieder vergehen. Das ist weder gut noch schlecht, das ist schlicht und einfach der natürliche Lauf der Dinge. Die verwelkende Blume und der Baum, der im Herbst seine Blätter verliert, sie beschweren sich nicht darüber. Sie sind Eins mit der Natur, dem Lauf der Dinge. Doch wir Menschen sind ebenso ein Teil der Natur - dann muss man sich fragen: warum verursacht diese Unbeständigkeit der Dinge bei Menschen oft Stress?

ALLES IST OK. FINDE ES SELBER HERAUS.

Was nun, wenn ich sage, dass es überhaupt keinen Grund gibt, angesichts der Unbeständigkeit der Dinge in Panik oder Stress zu verfallen, sondern, dass es einzig und allein ein Missverständnis ist, dass jeder Mensch mit etwas Übung selbst auflösen kann?  

Die Wurzel dieses Problems, liegt darin begründet, wie wir Menschen unseren eigenen Gedanken und unseren Emotionen begegnen. Wir wühlen darin herum, wollen alles verstehen, analysieren, blasen Emotionen auf oder verdrängen sie, wollen Erklärungen, finden aber keine. Wir leben in unserem Kopf, gefangen in Gedanken, Vorstellungen und Emotionen und vergessen tatsächlich präsent im Moment zu sein. Wir verlieren uns in Hirngespinsten. Wenn wir Gedanken und Emotionen bewusst oder unbewusst festhalten und nicht loslassen können, sondern stattdessen analysieren und noch mehr nachdenken und weiter analysieren… werden wir schlicht und ergreifend verrückt.

GLAUBE NICHT ALLES, WAS DU DENKST.

Wir glauben allzu oft, dass wir SIND, was wir fühlen und denken. Wir denken, das ist unsere „Identität“. Aber wer sind wir wirklich? Wer bist DU? Frag Dich selbst: die Person, und was diese Person vor 15 Jahren gefühlt und gedacht hat, wie sie aussah und was sie gemacht hat, ist diese Person wirklich ein und dieselbe Person wie heute? Mit den gleichen Gefühlen und Gedanken? Wohl kaum … alles ändert sich ständig und nichts bleibt wie es ist. Alles ist beständig im Wandel. Also was bist DU dann wirklich?

Zen-Praxis kann helfen den Mut, die Stärke und das Vertrauen zu entwickeln, das Leben so anzunehmen, wie es tatsächlich IST und nicht wie wir es gerne HÄTTEN. Wir können lernen unsere Gedanken und Emotionen klar und achtsam wahrzunehmen, ohne sie festzuhalten und zu bewerten. Wenn wir lernen loszulassen und tief zu entspannen, können wir ganz präsent im Moment sind. Und dann können wir etwas Großartiges entdecken: Es ist alles OK. Alles kommt und geht, und das ist völlig OK. Wir können uns entspannen und mit Freude und Neugier dem natürlichen Lauf des Lebens folgen. Wer sich von Moment zu Moment, wieder und wieder, neu auf das Leben einlassen kann, der kann darin eine unermessliche Fülle, Freude, Frieden und Gelassenheit finden.

WAS WILLST DU?  

Achtsamkeit ist der Schlüssel zu wahrer Gelassenheit und wer das Leben mit Gelassenheit betrachten kann, kann auch Stress und Burn-Out vermeiden. Das hilft einem selbst und auch allen, denen man begegnet. Ich sage nicht, dass das Üben dies zu verinnerlichen und im eigenen Leben anzuwenden leicht ist - es ist aber auch nicht schwer. Es liegt ganz bei Dir: was willst Du mit Deinem Leben machen?

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